Donnerstag, 1. August 2013

Sawasdee kar Bangkok!

Ist schon ein Weilchen her, aber in Vergessenheit soll diese kleine Reise dennoch nicht geraten. Bin inzwischen schon seit drei Wochen wieder zu Hause in Deutschland, aber meine Gedanken schwirren immer noch in Südostasien herum.

Nun denn. Die Woche vor den Klausuren nannte man Prüfungsvorbereitungszeit...für uns Austauschstudenten ein perfekter Zeitpunkt ummmm...zu verreisen. Normal. :)

Für Hanh, Hoang und mich hieß es: off to Bangkok!


Flug bei tigerairways gebucht, ca. 150€ hin und zurück und es geht eigentlich günstiger. Aber wie ich schon sagte, meine kleinen Reisen wurden alle spontan und kurzfristig geplant. Der Flug dauerte um die drei Stunden von Singapur aus. Leider wurden wir am Flughafen nicht abgeholt, irgendwie konnten wir uns mit dem Hotel nicht so ganz verständigen. Also wurde Geld gewechselt und ein Taxi gesucht.

Es war sehr regnerisch und bereits abends als wir ankamen, dennoch hatte ich zunächst einen durchaus positiven Eindruck von Bangkok. Total viele Hochhäuser ragten von jeder Seite in die Höhe, Hochhaus neben Hochhaus, überall, alles beleuchtet. Vom Hotel Chateau de Bangkok waren wir auch ganz begeistert - nettes Zimmer und roof top pool.

Und dannnn...machten wir uns auf dem Weg, um etwas Essbares zu finden. Wir liefen und liefen und liefen die Straßen entlang und es kam nix! War absolut nix los, dabei hieß es unser Hotel habe ne gute Lage. Wir hielten ein vorbeifahrendes Tuk Tuk Taxi an, damit der uns in ne belebte Gegend fahren konnte. Meine Herren, in Bangkok versteht dich kein Taxifahrer, wenn du auf Englisch mit dem laberst. Mittels Handzeichen machten wir ihm klar, dass wir essen gehen wollten, und der fuhr und fuhr und fuhr bestimmt 15 Minuten, bis wir in Chinatown landeten. Dann verlangte der auch noch viel zu viel. Ja, das war unser Tuk Tuk Trauma, werd ich nie vergessen :P Und so gut wie kein einziger Taxifahrer kannte unser Hotel, man war das anstrengend nach Hause zu finden!!! Ich war schließlich echt am Ende meiner Kräfte.

Am nächsten Morgen wollten wir ins mbk, dem berühmtesten und glaub ich größten Einkaufscenter in Bangkok, wo man zu Schnäppchenpreisen shoppen konnte. Dort gibts keine Geschäfte wie wir sie kennen, sondern kleine Läden und Stände mit allem möglichen. Die Preise sind schon sehr niedrig, trotzdem konnte man die noch weiter runterhandeln, man sollte es immer versuchen! Das mbk lag mitten in der Stadt inmitten einer Shoppingsmeile, also klapperten wir die Straße auf und ab. Langweilig wa, aber das interessantere und kulturelle stand erst für den nächsten Tag an ;)




Abends ging es in das berüchtigte Rotlichtviertel Patpong, die asiatische Reeperbahn würd ich sagen. Dort gab es auch einen Nachtmarkt, weswegen wir natürlich in erster Linie hin wollten :P Von allen Seiten wurden wir angelabert. "Ping Pong Show, come and have a look". Ne richtige Attraktion waren diese..wie sagt man..Ping Pong Bars? Haha die Vorstellung, was man da zu sehen bekommt hat mir schon Angst gemacht, live angucken wollte ichs mir nicht. In Patpong war viel los, weswegen wir Lust hatten uns in ne Bar zu setzen, wo gerade eine Liveband auf der Bühne war. Warn richtig jut^^ Für jeden nn leckren Cocktail, denn um Mitternacht hieß es: Happy Birthday Hanhilicious!!! Ein kleines Privatständchen gab es auch.



Am nächsten Tag stand der interessantere Teil der Reise an, kulturell sollte es werden. Wir buchten bereits vor der Reise übers Internet eine Rundführung durch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bangkok. Um 8:30 Uhr holte uns ein Van am Hotel ab - und Jack unser Reiseführer stellte sich vor. Ein Thailänder, Ende 40/Anfang 50, konnte gut Englisch und war ein richtiger Witzbold.

Erste Station: The Grand Palace. Ein riesiges Gelände (2,6 km2) mit Palästen, Tempeln, anderen imposanten Bauwerken und Gärten der Königsfamilie - goldigglänzend, prachtvoll und sehr pompös. Da es als repektlos gilt leichtbegkleidet heilige Stätten zu betreten, wickelten wir uns in lange Schals und zogen ein Tshirt rüber. Und das bei diesem Wetter, es war tierisch heiß an diesem Tag, unvorstellbar schrecklich heiß!!!!











Nächste Station: Wat Arun, der Tempel der Morgenröte. Hauptmerkmal dieser Tempelanlage ist der sogenannte Prang. Vier steile wirklich sehr steile Treppen an den vier Seiten verbinden insgesamt vier Ebenen, die alle irgendeine religiöse Bedeutung haben, so mit Göttern, Dämonen und Wächtern und so. Die Treppen musste man regelrecht hinaufklettern, so steil war es. Aber oben angekommen konnte man die Aussicht auf den Fluss und die Stadt genießen und durch die leichte frische Briese war es oben gut auszuhalten.









Abends gingen wir dann zur Feier des Tages schick essen. Auch eine ganz spannende Sache gewesen. Der Taxifahrer hat einfach nicht kapiert, wo wir hinwollten (hatten uns ein Restaurant im Internet rausgesucht) und hat uns einfach an nem Restaurant SEINER Wahl rausgelassen. Dort blieben wir schließlich auch und dass Essen stellte sich als sehr lecker heraus. Tom Yum Feuertopf (typischstes thailändisches Gericht), süß sauer Fisch und mehr, war echt lecker! Nach dem Essen wollten wir in eine Karaokebar, doch leider hat es kein Taxifahrer fertig gebracht uns zu einem zu fahren, meinten andauernd die haben alle zu...wir fuhren und liefen ne halbe Ewigkeit rum - und landeten wieder in der Bar vom vorigen Abend, die mit der tollen Liveband. Eine gute Idee, hatten dort auf jeden Fall unseren Spaß ;)





Tja und am nächsten Tag ging es auch schon wieder zurück nach Singapur, allerdings erst spät abends. Mittags checkten wir aus und verbrachten den halben Tag im mbk. Ich hab mir Mani- und Pediküre gegönnt und mir weiße Converse Chucks geholt (umgerechnet 25€), hatte nämlich total Lust mal wieder feste Schuhe zu tragen, nach vier Monaten in Flipflops und Sandalen :P



Mein Fazit zu Bangkok: hektisch, laut, anstrengend. Lecker Essen, sehenswerte kulturelle Bauwerke, Shoppingparadies. Ich glaube beim nächsten Mal würde mir Bangkok besser gefallen als beim ersten Mal, man lernt ja aus den schlechten Erfahrungen :) Thailänder sind auf jeden Fall ein sehr freundliches Volk, manchmal auch zu freundlich sprich ein wenig aufdringlich, aber ich hab schlimmeres erlebt. Also Bangkok, mal schauen ob wir uns eines Tages wiedersehen!

Nach Bangkok war dann nur noch Lernen angesagt - unsere letzten Tage in Singapur waren gezählt :(

Montag, 17. Juni 2013

It's time to say Goodbye!

Schwer zu glauben, aber es ist tatsächlich soweit: mein Auslandssemester nähert sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Das ist echt kaum zu fassen - achtung ich wiederhole mich - wie schnell die Zeit vergangen ist! In den letzten Wochen war bei uns allen viel los - Klausuren, Reiseplanung, Packen, Abschiede...

Die Klausuren liefen den Umständen entsprechend ziemlich gut. Nach Bangkok hatte ich noch eine Woche Zeit zum Lernen, drei Klausuren an drei aufeinander folgenden Tagen. Ganz schön hardcore ne, in Deutschland fang ich Monate vorher an zu lernen haha. Aber die Lernwoche und gleichzeitig letzte Woche in der Uni hab ich mehr oder weniger genossen. Bin jeden Tag um 9 mit meinen Roomies in die Uni gegangen, in die gute alte Student Lounge aka Wohnzimmer. Eiskaffees, Fruit Cups und leckere Sandwiches zwischendurch, richtig routiniert ist unser Lernen geworden. Bin da auch relativ gemütlich an die Sache gegangen, nix mit halbe Nacht wach bleiben, wie ich es zu Hause sonst vor ner Klausur mache Die Ergebnisse kommen erst Anfang Juli raus.




Nach den Klausuren stand ein Abschied nach dem anderen an, da jedermann das große Reisen vor sich hatte. Der erste war am Mittwoch. Hatte an dem Tag die letzte Klausur und es war außerdem auch noch die letzte Lady's Night. In den 16 oder 17 Wochen die ich hier war hab ich bestimmt 10 Lady's Nights mitgemacht (freier Eintritt und Freigetränke für alle Ladies;). Eigentlich bin ich ganz und gar nicht der Feiertyp, aber hier war es das normalste auf der Welt mittwochs auszugehen, und am Wochenende sowieso Und Singapur hat in dem Punkt echt viel zu bieten. An dem Abend waren wir unter anderem das letzte mal im Kudeta, einem Club auf dem Marina Bay Sands, DEM berühmten Hotel mit dem Infinity Pool oben drauf. Von dort hat man, finde ich, die aller schönste Sicht auf Singapurs Skyline, insbesondere wenn's dunkel ist und alles leuchtet. Und du stehst da mittendrin! Als dann plötzlich ruhige Musik aufgelegt wurde (Fix You von Coldplay), wurden wa alle schon ein wenig sentimental...hach ja...letztes Mal und so.








Der Donnerstag war ganz ruhig. Hab mir ma janz spontan nen ipad mini angeschafft. Außerdem hab ich mir eine Must-Do-before-I-leave-Singapore-Liste aufgestellt: Was will ich noch sehen, besuchen, essen und kaufen bevor ich hier weg bin? Hab leider nicht alles geschafft, aber schon einiges. Am Freitag hab ich mir ne Fahrradtour im East Coast Park mit Jonas vorgenommen. Und wir hatten echt Glück. Sind spontan kurz vor vier losgefahren, keiner von uns hatte Ausweise als Pfandhinterlegung dabei, also schnell 400 Dollar abgehoben (die wir widerbekommen haben), zwei Stunden 8 Dollar, von einem Ende fast zum andern Ende vom Park geradelt (ist ziemlich riesig der Park), zwischendurch hat's genieselt und kurz vorm Ende hat's dann richtig geschüttet. Perfektes Timing! Hat sich gelohnt der Trip. Abends wurde dann weiter verabschiedet, waren im 1-Altitude, einem Club auf dem höchsten Gebäude in Singapur, von dem man selbstverständlich auch ne tolle Aussicht hatte.






Am Samstag legten Rabea und ich ne kleine Shopping Tour auf der Orchard Road ein und trafen uns dann noch kurz mit nem putzigen Singapuraner, den wir mal kemnengelernt hatten. Und abends stand ein letztes Mal die Clarke Quay Brücke aufm Plan. Eine stinknormale Brücke, und doch so berühmt. Dort versammeln sich jeden Abend alle möglichen Menschen, um zu chillen, zu trinken, zu quatschen, alles mögliche. Geburtstage wurden auf der Brücke auch schon gefeiert. Geht da alles ganz friedlich zu, hab ich gemocht die Brücke, die übrigens zu unzähligen Bars, Restaurants und Clubs führt. Nach anschließendem Pub Crawling am Boat Quay landeten wir letzten Endes im China One, einer Bar am CQ wo wir drei Roomies oft zusammen waren. Schöner Abschluss :)





Am Sonntag hieß es dann bye bye Roomie :( Klar wissen wir, dass wir uns in Deutschland wiedersehen werden. Wir waren eher traurig darüber, dass die schöne Zeit in Singapur nun tatsächlich vorüber war. 4 Monate haben wir in dieser Stadt gelebt und uns so richtig an alles gewöhnt und schwups hat alles plötzlich sein Ende gefunden. 4 Monate sind echt zu kurz. Aber wie heißt es so schön: Man soll aufhören, wenn's am schönsten ist :)
Bin an dem Abend ein letztes Mal allein durch China Town geschlendert...ein bisschen unnütze Souvenirs geholt und so.

Für Dienstag Nacht stand der Flug auf die Phillippinen für Hanh und mich an. Zwei Tage noch, um mich von Singapurzu verabschieden. Am Montag gingen wir also ein letztes Mal in die Uni, die wie ausgestorben war, sind ja Ferien gerade. Die gute alte Uni, die werd ich echt vermissen. Wie gut die mir gefiel hab ich ja nun oft genug erwähnt. Byebye JCU! Abends waren wir nochmal ein bisschen an der Orchard Road bummeln bevor wir uns mit Hoang am Marina Bay trafen und zum Marina Barrage fuhren, einem Damm am Fluss von Singapur. Eigentlich gibts da nix besondres, abends wo alles zu hat erst recht nicht. Aber das coole war, dass es da einen "green roof top" gab, eine riesenriesengroße Grasfläche mit echt schönem Blick auf den Gardens by the Bay und das Hotel. Es ist da schön ruhig, kein Verkehrslärm, zum Picknicken z.B. ganz cool. Jaja, ihr merkt schon ne, gibts viele Hotspots in Singapur, die einen schönen Ausblick zu bieten haben.






Tja, der Dienstag kam, mein letzter Tag in Singapur. Den konnten wa nicht mehr so richtig genießen, waren mit packen und ausmisten beschäftigt. Übergepack lautete das Problem des Tages, hab vieles weggeschmissen wie z.B. Handtücher, Toilettenartikel, Schuhe und Klamotten die ich nicht mehr trage...und letzendlich bei tigerairways angerufen und nochmal 5kg dazugebucht haha. Zum Glück nehmen wir unser Gepäck nicht mit in den Urlaub, habens bei Jonas gelagert und kommen für 11 Stunden zurück nach Singapur bevor es weiter nach Vietnam geht.

Eine Stunde nochmal in Bugis gebummelt, dann gings nach Hause, die letzten Sachen gepackt und mich von meiner Gastfamilie verabschiedet. Einen letzten Prata konnten wir uns nicht entgehen lassen, also mit dem ganzen Handgepäck noch flott zu meinem geliebten Casuarina Curry um die Ecke und Banana und Milky Prata gefuttert. Letzter Stop: Die Wasserspiele am Marina Bay. Die laufen täglich um 20 Uhr und halb zehn, am Wochenende sogar 3 Mal. Dafür gibt es extra ein großes Deck auf dem sich jeden Abend ne Menge Menschen zusammenfinden, um die Wasser-und Lichtspiele zu bewundern, mit der Skyline im Hintergrund. Da zu sitzen und zu wissen das ist jetzt das letzte Mal...war schon traurig eeeeeeh...aber auch schön. Das Lied "What a wonderful world" wird mich ein Leben lang an Singapur erinnern, das ist meine Lieblingsstelle der ganzen Show...hach jaaaaa





Danach gings zum Flughafen, der Flug ging um 0:55 Uhr. Fünf Tage Boracay, Phillippinen, und hier sitz ich nun, bei Burger King aufm Flughafen von Manila und warte auf meinen Flug nach Singapur - ein letztes Mal nach Hause.