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Donnerstag, 20. März 2014

Home Sweet Home | Vietnam Part IV


Route: Hà Nội -- Hà Nam -- Nha Trang -- Đà Lạt -- Sài Gòn

Part 4: Sài Gòn

Letzte Station meines 5-monatigen Abenteuers: Saigon oder auch Ho Chi Minh City, wie sie offiziell genannt wird. Hier wohnten Hanh und ich bei meiner alleinlebenden Tante. Die City teilt sich in 12 Bezirke auf. Das berühmtberüchtigte District 1 oder auch Quanh Mot ist der Mittelpunkt der Stadt. Hier sind viele Touristen unterwegs, weil sich hier die meisten Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten befinden. Meine Tante lebt im District 10, etwa 15 Min. mit dem Taxi von der Innenstadt entfernt. Das heißt nicht, dass da weniger los ist. Die Straßen sind schon früh am Morgen proppenvoll mit Motorrollern, am Straßenrand werden Frühstück und Früchte verkauft, die Geschäfte sind auch schon alle voll im Gange. Hier gibt's keine Rush Hour, hier ist immer Rush Hour :P 


Saigon ist in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Reiseziel geworden. Auch wirtschaftlich ist die Stadt sehr im Kommen, da immer mehr internationele Firmen hier ihre Lager aufschlagen. Moderne Hochhäuser und Businessleute beginnen die Innenstadt zu verzieren. Wenn ich die Stadt zu 2008 vergleiche, hat sie sich ziemlich weiterentwickelt finde ich, insbesondere was den Tourismus angeht.

In Saigon finden sich nämlich unheimlich viele Backpacker wieder, und das habe ich auch nur beobachten können, weil ich dieses Mal alleine (ohne Eltern) unterwegs war. An meinem ersten Abend habe ich mich mit einem Freund, den ich in Singapur kennengelernt habe, in der Stadt getroffen, und der hielt sich in einem Hostel mitten in einem Backpackerviertel (Pham Ngu Lao Street, D1) auf. In einer kleinen Gasse befand sich ein Hostel neben dem anderen, und wenn man aus der Gasse hinaustrat, kam man an eine belebte Straße voller Shops und Imbissen mit kleinen Plastiktischen und Plastikhockern (typisch vietnamesisch!), die jeden Abend voll mit internationalen Backpackern besetzt waren.

Was mir an Saigon gefällt ist, dass hier abends immer noch unheimlich viel los ist. Geschäfte, Restaurants usw. haben teilweise nach Mitternacht noch auf. Das Nachtleben hier ist schon ziemlich einzigartig finde ich. Die schrillen bunten hell leuchtenden Reklametafeln und Leuchtschilder hängen nicht angeordnet, sondern wild durcheinander und verleihen der Stadt ihren eigenen Flair. Abends setzt man sich in eines der Straßencafés, isst Chè oder trinkt Cà phê sữa đá und beobachtet vorbeilaufende Menschen. Oder man probiert die tausend Streetfood Kleinigkeiten, die an jeder Ecke angeboten werden (Klebereis, Mais, Undefinierbares, uvm). Da es abends nicht mehr so stickig heiß ist, sondern angenehm warm, laden auch Spaziergänge durch die Straßen und Parks ein. Hier und da sieht man Leute beim Tanzen, Sport machen oder Picknicken. Oder man geht shoppen. Im D1 gibt es neben dem Nachtmarkt eine kleine Seitenstraße, wo es nur Schuhgeschäfte gibt, die ganze Straße entlang. Bestseller sind hier wahrscheinlich Chucks, die es für umgerechnet 10-15€ gibt (Handeln, Handeln, Handeln). Ich weiß nicht, ob die echt sind, die sehen aber unheimlich echt aus und außerdem sind se doch made in Vietnam^^


Genug vom Abend geredet, auch tagsüber hat die Stadt einiges zu bieten. Am hellichten Tage bietet es sich an sich die Sehenswürdigkeiten anzugucken. Im Stadtzentrum erreicht man alles ziemlich gut zu Fuß. Wer sich traut fährt Bus oder winkt einen Motorrollerfahrer ran, der dich für wenig Geld (Handeln!) von A nach B bringt. Taxifahren ist hier aber auch sehr günstig. An Sehenswürdigkeiten gibt es die Notre Dame Kirche, das historische Postamt, den Cho Benh Thanh Markt, unzählige Museen. Weiter weg von der Stadt könnte man sich die Cu Chi Tunnel ansehen, welches ein altes Tunnelsystem aus dem Vietnamkrieg ist. Oder eine Fahrt über den Mekong Delta könnte man sich gönnen. Leider waren wir nach unserer DaLat-NhaTrang-Tour nur noch 5 Tage in Saigon, weswegen wir die Attraktionen außerhalb der Stadt nicht mehr mitnehmen konnten. Aber das wird ja nicht das letzte Mal sein - next time! :)

Was wir die letzten Tage in Saigon gemacht haben? Nun, wir wollen nicht vergessen, dass ich ja Familie hier habe. Demnach musste ich erstmal die Verwandschaft besuchen gehen, genauso wie Hanh ihre Tante besucht hat. Die restliche Zeit verbrachten wir mit Sightseeing, Einkaufen, Mani- und Pediküre (jeweils 1-2€ OMG!), Friseur, und essen essen essen. Meine Favoriten essenstechnisch: Quan An Ngon + Pho24. Mit der Hygiene ists hier leider nicht so...aber ich habs gut vertragen^^

Tja meine Lieben...am 6.7. ging es abends für Hanh und mich zum Flughafen. Ende im Gelände - auf Wiedersehen Asien - I'm coming home. Natürlich war es ein komisches Gefühl. 5 Monate sind eigentlich gar keine lange Zeit. Aber da ich sehr viel in den 5 Monaten erlebt habe, sind diese 5 Monate zu einem wichtigen Abschnitt meines Lebens geworden. Ich hatte Einblicke in verschiedene Kulturen, Sitten und Bräuche gewonnen, liebe Menschen kennengelernt, verschiedene Länder bereist und gelernt mich in einem mir zuvor fremden Land heimisch zu fühlen. Allerdings habe ich damit noch nicht das wahre Asien erlebt. Ich habe zwar alle großen Hauptstadtmetropolen abgeklappert und Inselurlaub gemacht, jedoch gibt es noch ganz viel mehr zu sehen. Angkor Wat in Kambotscha, thailändische Inseln (Koh Tao, Koh Phi Phi), Bali...selbst der Norden von Vietnam hat noch so viel zu bieten: unberührte antike Städte und Landschaften wie Hoi An und Sapa, die Halong Bucht... Darum möchte ich eines Tages zurück und durch Südostasien reisen. 

In diesem Sinne: sparen sparen sparen und see you soon Asia! <3


Dienstag, 11. März 2014

Auf Touri Tour | Vietnam Part III

Route: Hà Nội -- Hà Nam -- Nha Trang -- Đà Lạt -- Sài Gòn

Part 3: Nha Trang & Đà Lạt

Der erste Teil unserer Vietnam Reise war also vorüber, für den Norden war's das erstmal. Hanh kam für einen Tag in mein Dörfchen, wo wir uns am nächsten Tag gegen Mittag auf dem Weg zurück nach Hanoi machten. Diesmal so: am Straßenrand stehen, den Bus ranwinken und einsteigen. In Hanoi bummelten wir ein zwei Stündchen in der Stadt (lecker Eis, Charles & Keith, Mani- und Pediküre, Pho24, gönn dir wa), bevor wir zu Hanhs Bekannten gingen, unsere Koffer packten und uns auf dem Weg zum Flughafen machten.

An diesem Abend ging es nämlich finally nach Saigon, home sweet home! Nach einer Stunde Flug waren wir auch schon da. Am Flughafen holten uns meine Cousine und ihr Sohn ab. Wir kamen leider seeehr spät an, gegen halb 1 Uhr morgens. Leider mussten wir auch schon um 5 Uhr morgens wieder los, da unsere Tour (5-Tagestour Saigon - Da Lat - Nha Trang) so früh losging. Aber da der Rückflug nach Berlin schon gebucht war und die Zeit knapp, blieb uns nix anderes übrig.

Straßen von Mui Ne
Unsere Reisetruppe war recht klein, so um die 20 Personen. Nur vietnamesische Familien aus dem Ausland. Der Reiseführer hatte eine recht große Klappe und konnte uns die Tage gut unterhalten^^ Von Saigon aus ging es also erstmal nach Nha Trang, Vietnams berühmtesten Strandort. 450km sind die Orte voneinander entfernt, eine 5-stündige Autofahrt in Deutschland oder aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse aber auch eine 12-stündige Busfahrt in Vietnam (mit dem Zug ginge es nicht viel schneller), cool oder? Überhaupt verbrachten wir die 5 Tage sehr viel im Bus, weil die Fahrten immer so lange gedauert haben, das fand ich schon ziemlich anstrengend. Unterwegs hatten wir Frühstückspause (natürlich Pho) und eine Mittagspause in Mui Ne gemacht. Am frühen Abend kamen wir also in Nha Trang an und checkten in unserem Hotel ein.

Erste Station: Nha Trang

In Nha Trang war ich 2008 schon einmal. Eine sehr touristische Stadt, für einen erholsamen Strandurlaub wirklich empfehlenswert, aber das "wahre Vietnam" erlebt man hier eher nicht. Man findet hier viele Restaurants, Cafés und kleine Boutiquen/Geschäfte, in denen den ganzen Tag was los ist. Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück am nächsten Morgen ging unsere Tour also los. Zunächst wurden wir an einen Privatstrand gefahren, wo wir den ganzen Vormittag verbringen konnten. Während es in Hanoi sehr stickig heiß war, war die Hitze hier gut auszuhalten. Die Strände und das Wasser sind hier sehr sauber. Nach dem Mittagessen konnten wir den Rest des Tages auf Vin Pearl verbringen, einer kleinen Insel, die mit einer Seilbahn zu erreichen war. Vin Pearl fand ich jetzt nicht so spektakulär, da ich 2008 schon mal da war. Da gibt's halt nen Vergnügungspark und gemütliche Anlagen, wo man was essen und trinken konnte. Ok, und die Aussicht drum rum war auch ganz schön. Abends gab's dann noch ne Wasser-Laser-Show, die war auch ganz nice.


 
andersreisen.net

Vin Pearl

Am nächsten Morgen wurden wir zum berühmten Cho Dam gefahren, einem berühmten Markt in Nha Trang. Die Stadt ist sehr für ihre fischigen Spezialitäten bekannt, irgendwelche getrockneten Tintenfische und sowas, richtig lecker. Und Mangoreispapier sollte man auch probiert haben, welches man einfach so als Süßigkeit essen kann. Auch hier ist aktives Handeln angesagt! Die können einen ganz schön hinters Ohr hauen. Ruhig rumlaufen und die Preise an mehreren Ständen verhandeln und vergleichen. Und nicht aufregen, wenn die dich beschimpfen, wenn du beleidigend abziehst und nix kaufst :D



Nachm Einkaufen verbrachten wir den Vormittag dann in einem Resort, wo wir mit einem Boot hingelangten. Strand mit Liegen, Swimmingpool, so lässt's sich leben. Unser Highlight in Nha Trang: P A R A S A I L I N G ! Hierfür wurden Hanh und ich an einen Riesenschirm festgebunden und durch ein Speedboat in die Höhe gezogen. Auch wenn es nur 5 Minuten waren, die wir oben waren, die Aussicht war phänomenal und das Gefühl so weit oben zu fliegen mit dem Meer darunter ist unbeschreiblich aufregend!

Mein Fazit zu Nha Trang: Kulturelles erlebt man hier nicht viel, dafür kann man sich hier gut entspannen, am Strand faulenzen und gut essen gehen. Was ich noch gerne gemacht hätte war Schlammbaden (eine Attraktion hier), aber ich war leider die einzige, die das machen wollte.






Zweite Station: Da Lat

Gegen Mittags brachen wir dann auf. Von Nha Trang bis Da Lat sind es ca. 140km. Voll wenig ne, aber da Da Lat weit oben liegt und wir viel bergauf fahren mussten, brauchten wir 5 oder 6 Stunden, wenn ich mich richtig entsinne^^ Läuuuft. Da Lat liegt in den Bergen, darum wurde es auch immer kälter, je höher wir fuhren. Also kalt heißt angenehme 15°C - 20°C. Hier trug ich dann schon lange Hosen soll das heißen hehe. Da Lat ist bekannt für den Gemüseanbau und Blumenzucht, da die Temperaturen hier wahrscheinlich besser geeignet sind als im Rest des Landes. Abends ist der Nachmarkt (Cho Dem) immer geöffnet, wo man sich frisches Gemüse und viel mehr kaufen kann. Boahhh und Mais, vietnamesischer M A I S ist das beste vom besten!!! Frisch vom Grill duften die einfach herrlich. Wie soll ich das beschreiben, vietnamesischer Mais ist nicht süß und knackig, sondern bisschen weich und leicht süß. Die Konsistenz ist einfach der Hammer haha ich hatte teilweise 3 Maiskolben am Tag gegessen (Ja, Mais macht dick...).


Cho Dem


Maiskolbengrill

Da Lat ist schon ganz eigen finde ich, die haben da irgendwie schon ihre eigene Kultur und Lebensart. Vielleicht weil's hier kälter und bergiger ist? Die Stadt hat landschaftlich unheimlich viel zu bieten: Täler, Gemüseterassen, Blumenfelder, Kaffeeplantagen (Vietnam ist der größte Kaffee Exporteur der Welt). Ich glaube landschaftlich finde ich es in Da Lat echt am schönsten (von dem was ich bisher gesehen habe). Am nächsten Tag wurden wir auf kleinen Treckern zum höchsten Aussichtspunkt der Stadt gefahren, von wo man eine wunderschöne Aussicht auf das Tal hatte. Fotosession lässt grüßen, Foto hier Foto da, muss schon sein :D In Da Lat kann man sich schon luftig anziehen, jedoch sollte man immer eine Strickjacke oder nen dünnen Pulli dabei haben.







Wow oder wow???



Danach waren wir in einem Park, welches übersetzt sowas wie Tal der Liebe oder so heißt haha. Da dreht sich halt alles um Herzchen, Blümchen, Romantik-Kitsch pur. Diese Asiaten^^ Haben ne Runde auf Pferden gedreht, aber da unsere Beine ein bissen unvorteilhaft aussahen, gibts leider kein Foto dazu :P


Abends waren wir dann auf so einer Ureinwohner-Veranstaltung. In Vietnam gibt es nämlich noch vereinzelte ethnic minorities Stämme, die ihre ganz eigene Kultur und Sprache haben, erinnern ein bisschen an Indianer. Die sind auch vom Hauttyp dunkler, wirken irgendwie überhaupt nicht wie Vietnamesen (siehe Bild). Die Veranstaltung war in einem großen Zelt, wo die uns Tänze und Lieder vorgeführt haben, Trinkzeremonien und und und. Natürlich ein bisschen touristisch angepasst, war aber sehr interessant.

vietnamspirittravel.com

Am Nächsten Tag haben wir einen Wasserfall besichtigt. Da Lat hat ziemlich viele Wasserfälle, große und kleine. Der hier war ganz klein, nix besonderes, da der nicht naturbelassen war, weil die daraus so ne große Touristenattraktion gemacht haben. Aber ganz nett anzusehen. Nachmittags ging es nochmal auf den Markt und Abends gab es ein großes leckeres Abschiedsessen, da das ja unser letzter gemeinsamer Abend war.





Tja, am nächsten Tag brach also die Rückfahrt an. So Schnell können 5 Tage vergehen. Unterwegs hielten wir an einem anderen Wasserfall und da der abgelegener lag, war der auch nicht so touristisch und überfüllt. Der hier war nämlich echt riesig, man wurde regelrecht wie unter der Dusche nassgespritzt. Aber es sah echt atemberaubend aus, besonders wenn man den Regenbogen sehen konnte. Ein bisschen Regenwaldfeeling^^ Ein runder Abschluss würd ich mal sagen!




Mein FAZIT zur Tour:

Insgesamt hat es viel Spaß gemacht. Wir haben viel gesehen und vor allem viel gegessen. Allerdings sind 5 Tage definitiv zu wenig, besonders wenn man mit dem Bus reist. Man hätte natürlich durchs Fliegen Zeit sparen können, aber naja, 4 Monate Singapur machen einen schon ziemlich arm^^ Was mich gestört hat, dass wir sehr viel Zeit im Bus verbracht haben. Immer wurden wir irgendwohin gefahren, haben was gegessen und wieder rin in den Bus. Weißte was ich mein? Und da wir so wenig Zeit hatten, konnten wir uns auch kaum ausgiebig in der Stadt umschauen. Vor allem in Nha Trang hatten wir wenig Freizeit, weil man immer mit der Gruppe unterwegs war. Das waren ja ganz nette Leute, aber kaum welche in unserem Alter. 

Wenn man wenig Zeit hat, so wie wir es hatten, lohnt sich so ein Kurztrip auf alle Fälle! Das Gute war, dass sich immer jemand um die Trips gekümmert hat und wir an Ort und Stelle gebracht wurden. Aber wenn man, sagen wir mal mindestens 1 Woche mitbringt, würde ich es bevorzugen eigenständig anzureisen und vor Ort Tagesausflüge zu machen. Da wird man meistens auch vom Veranstalter am Hotel abgeholt und ist nicht die ganze Zeit an die Gruppe gebunden. Oder es sollte wenigstens eine Gruppe mit Gleichgesinnten sein, mit internationalen Touristen wäre es doch ganz interessant.

Soooo, letzte Station: 4 Tage Saigon - Beitrag folgt :)

Montag, 17. Juni 2013

It's time to say Goodbye!

Schwer zu glauben, aber es ist tatsächlich soweit: mein Auslandssemester nähert sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Das ist echt kaum zu fassen - achtung ich wiederhole mich - wie schnell die Zeit vergangen ist! In den letzten Wochen war bei uns allen viel los - Klausuren, Reiseplanung, Packen, Abschiede...

Die Klausuren liefen den Umständen entsprechend ziemlich gut. Nach Bangkok hatte ich noch eine Woche Zeit zum Lernen, drei Klausuren an drei aufeinander folgenden Tagen. Ganz schön hardcore ne, in Deutschland fang ich Monate vorher an zu lernen haha. Aber die Lernwoche und gleichzeitig letzte Woche in der Uni hab ich mehr oder weniger genossen. Bin jeden Tag um 9 mit meinen Roomies in die Uni gegangen, in die gute alte Student Lounge aka Wohnzimmer. Eiskaffees, Fruit Cups und leckere Sandwiches zwischendurch, richtig routiniert ist unser Lernen geworden. Bin da auch relativ gemütlich an die Sache gegangen, nix mit halbe Nacht wach bleiben, wie ich es zu Hause sonst vor ner Klausur mache Die Ergebnisse kommen erst Anfang Juli raus.




Nach den Klausuren stand ein Abschied nach dem anderen an, da jedermann das große Reisen vor sich hatte. Der erste war am Mittwoch. Hatte an dem Tag die letzte Klausur und es war außerdem auch noch die letzte Lady's Night. In den 16 oder 17 Wochen die ich hier war hab ich bestimmt 10 Lady's Nights mitgemacht (freier Eintritt und Freigetränke für alle Ladies;). Eigentlich bin ich ganz und gar nicht der Feiertyp, aber hier war es das normalste auf der Welt mittwochs auszugehen, und am Wochenende sowieso Und Singapur hat in dem Punkt echt viel zu bieten. An dem Abend waren wir unter anderem das letzte mal im Kudeta, einem Club auf dem Marina Bay Sands, DEM berühmten Hotel mit dem Infinity Pool oben drauf. Von dort hat man, finde ich, die aller schönste Sicht auf Singapurs Skyline, insbesondere wenn's dunkel ist und alles leuchtet. Und du stehst da mittendrin! Als dann plötzlich ruhige Musik aufgelegt wurde (Fix You von Coldplay), wurden wa alle schon ein wenig sentimental...hach ja...letztes Mal und so.








Der Donnerstag war ganz ruhig. Hab mir ma janz spontan nen ipad mini angeschafft. Außerdem hab ich mir eine Must-Do-before-I-leave-Singapore-Liste aufgestellt: Was will ich noch sehen, besuchen, essen und kaufen bevor ich hier weg bin? Hab leider nicht alles geschafft, aber schon einiges. Am Freitag hab ich mir ne Fahrradtour im East Coast Park mit Jonas vorgenommen. Und wir hatten echt Glück. Sind spontan kurz vor vier losgefahren, keiner von uns hatte Ausweise als Pfandhinterlegung dabei, also schnell 400 Dollar abgehoben (die wir widerbekommen haben), zwei Stunden 8 Dollar, von einem Ende fast zum andern Ende vom Park geradelt (ist ziemlich riesig der Park), zwischendurch hat's genieselt und kurz vorm Ende hat's dann richtig geschüttet. Perfektes Timing! Hat sich gelohnt der Trip. Abends wurde dann weiter verabschiedet, waren im 1-Altitude, einem Club auf dem höchsten Gebäude in Singapur, von dem man selbstverständlich auch ne tolle Aussicht hatte.






Am Samstag legten Rabea und ich ne kleine Shopping Tour auf der Orchard Road ein und trafen uns dann noch kurz mit nem putzigen Singapuraner, den wir mal kemnengelernt hatten. Und abends stand ein letztes Mal die Clarke Quay Brücke aufm Plan. Eine stinknormale Brücke, und doch so berühmt. Dort versammeln sich jeden Abend alle möglichen Menschen, um zu chillen, zu trinken, zu quatschen, alles mögliche. Geburtstage wurden auf der Brücke auch schon gefeiert. Geht da alles ganz friedlich zu, hab ich gemocht die Brücke, die übrigens zu unzähligen Bars, Restaurants und Clubs führt. Nach anschließendem Pub Crawling am Boat Quay landeten wir letzten Endes im China One, einer Bar am CQ wo wir drei Roomies oft zusammen waren. Schöner Abschluss :)





Am Sonntag hieß es dann bye bye Roomie :( Klar wissen wir, dass wir uns in Deutschland wiedersehen werden. Wir waren eher traurig darüber, dass die schöne Zeit in Singapur nun tatsächlich vorüber war. 4 Monate haben wir in dieser Stadt gelebt und uns so richtig an alles gewöhnt und schwups hat alles plötzlich sein Ende gefunden. 4 Monate sind echt zu kurz. Aber wie heißt es so schön: Man soll aufhören, wenn's am schönsten ist :)
Bin an dem Abend ein letztes Mal allein durch China Town geschlendert...ein bisschen unnütze Souvenirs geholt und so.

Für Dienstag Nacht stand der Flug auf die Phillippinen für Hanh und mich an. Zwei Tage noch, um mich von Singapurzu verabschieden. Am Montag gingen wir also ein letztes Mal in die Uni, die wie ausgestorben war, sind ja Ferien gerade. Die gute alte Uni, die werd ich echt vermissen. Wie gut die mir gefiel hab ich ja nun oft genug erwähnt. Byebye JCU! Abends waren wir nochmal ein bisschen an der Orchard Road bummeln bevor wir uns mit Hoang am Marina Bay trafen und zum Marina Barrage fuhren, einem Damm am Fluss von Singapur. Eigentlich gibts da nix besondres, abends wo alles zu hat erst recht nicht. Aber das coole war, dass es da einen "green roof top" gab, eine riesenriesengroße Grasfläche mit echt schönem Blick auf den Gardens by the Bay und das Hotel. Es ist da schön ruhig, kein Verkehrslärm, zum Picknicken z.B. ganz cool. Jaja, ihr merkt schon ne, gibts viele Hotspots in Singapur, die einen schönen Ausblick zu bieten haben.






Tja, der Dienstag kam, mein letzter Tag in Singapur. Den konnten wa nicht mehr so richtig genießen, waren mit packen und ausmisten beschäftigt. Übergepack lautete das Problem des Tages, hab vieles weggeschmissen wie z.B. Handtücher, Toilettenartikel, Schuhe und Klamotten die ich nicht mehr trage...und letzendlich bei tigerairways angerufen und nochmal 5kg dazugebucht haha. Zum Glück nehmen wir unser Gepäck nicht mit in den Urlaub, habens bei Jonas gelagert und kommen für 11 Stunden zurück nach Singapur bevor es weiter nach Vietnam geht.

Eine Stunde nochmal in Bugis gebummelt, dann gings nach Hause, die letzten Sachen gepackt und mich von meiner Gastfamilie verabschiedet. Einen letzten Prata konnten wir uns nicht entgehen lassen, also mit dem ganzen Handgepäck noch flott zu meinem geliebten Casuarina Curry um die Ecke und Banana und Milky Prata gefuttert. Letzter Stop: Die Wasserspiele am Marina Bay. Die laufen täglich um 20 Uhr und halb zehn, am Wochenende sogar 3 Mal. Dafür gibt es extra ein großes Deck auf dem sich jeden Abend ne Menge Menschen zusammenfinden, um die Wasser-und Lichtspiele zu bewundern, mit der Skyline im Hintergrund. Da zu sitzen und zu wissen das ist jetzt das letzte Mal...war schon traurig eeeeeeh...aber auch schön. Das Lied "What a wonderful world" wird mich ein Leben lang an Singapur erinnern, das ist meine Lieblingsstelle der ganzen Show...hach jaaaaa





Danach gings zum Flughafen, der Flug ging um 0:55 Uhr. Fünf Tage Boracay, Phillippinen, und hier sitz ich nun, bei Burger King aufm Flughafen von Manila und warte auf meinen Flug nach Singapur - ein letztes Mal nach Hause.